Das Krankenhaus kommt zum Patienten – Thema der hitec-Sendung „60 Minuten zwischen Leben und Tod“ – Arzt-Blog

Normalerweise sucht man seinen Arzt in seiner Praxis auf. In dringenden Fällen kommt er stattet er auch einen Hausbesuch ab. Und manche Ärzte sind mutig genug neue Wege zu gehen.

Die „Mobile Stroke Unit“, ein Rettungswagen für Schlaganfall-Patienten, zeigt einen möglichen Weg auf. Ein Fachärzt ist Teil des Rettungsteams: in unserem Beispiel die Neurologin Silke Walter. Und der Laderaum des Wagens beherbergt umfangreiches Gerät zur Diagnostik von Schlaganfällen.

Hier kommt gewissermaßen das Krankenhaus zum Patienten – in einer Pilotstudie der Neurologischen Universitätsklinik in Homburg an der Saar. Das weltweit einzigartige Fahrzeug hat einen Computertomographen und ein Mini-Labor an Bord: Diagnostik und Behandlung werden direkt am Notfallort durchgeführt.

Das Rettungsteam schiebt den Patienten unverzüglich ins CT-Gerät. Und eine Blutprobe soll ausschließen, dass er unter einer Blutgerinnungsstörung leidet. Dann wäre die rettende Lysetherapie nicht möglich.

Der Aufwand für das Projekt erscheint hoch, doch er ist gerechtfertigt, sagen die beteiligten Mediziner. Denn bislang treffen die meisten Schlaganfall-Opfer viel zu spät im Krankenhaus ein. Die Chance auf eine Blutgerinnsel auflösende Lysetherapie ist dann verstrichen – das Zeitfenster dafür beträgt lediglich drei Stunden.

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